Geschichte

Die allerersten Ursprünge des Lasertag-Spiels gehen zurück bis ins Jahr 1975. Damals schaute sich ein gewisser George Carter in den USA eine Kampfszene im Film „Star Wars“ an und entwickelte die Idee zu „Photon – The Sport of the Next Century“. Vier Jahre später produzierte in den USA die Firma „South Bend Toys“ die so genannten „Star Trek Phasers“, inspiriert von den gleichnamigen Filmen.

Parallel dazu entwickelten in den 1970-er und 1980-er Jahren die US-Streitkräfte das „Multiple Integrated Laser Engagement System“ (englisch für „ganzheitliches Multi-Laser-Gefechtssystem“) oder kurz MILES als Waffentrainingssystem. 1993 wurde das System MILES 2000 eingeführt, welches etliche technische Verbesserungen mit sich brachte. Es entstand auf der Basis des alten MILES-Systems und wurde mit Neuheiten wie dem Übertragen von Waffen- und Teilnehmerdaten per Laser an den Getroffenen erweitert. Somit kann eine genaue Situation des Getroffenen berechnet und simuliert werden und ein Zustandsbericht erstellt werden. Zum Gefechtstraining mit dem MILES wird das Magazin mit Platzpatronen geladen und ein Laser an der Waffe montiert. Dieser Laser beleuchtet beim Schuss das anvisierte Ziel und überträgt einen codierten Laserpuls auf das Ziel. Wird dieser Laserpuls von den zielseitigen Sensoren empfangen, wird er auf der Zielseite ausgewertet und ein Signalton für nahen Vorbeischuss oder Treffer ausgegeben. Die Bundeswehr benutzt mit dem Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS) ein ähnlich funktionierendes System, das jedoch mit dem MILES nicht kompatibel ist, da unterschiedliche Codierungen der Lasersignale verwendet werden.

1984 eröffnete George Carter unter dem Namen „Photon“ die erste kommerzielle Lasertag-Arena in Dallas, Texas, USA – zeitgleich begann die reguläre Ausrüstung der US Army mit dem MILES- System. 1987 entstanden dann auch in England und Australien eigene Lasertag-Systeme. 1988 entwickelte die australische „Kelly Brothers Games Company“ ein neues System – LaserForce – und eröffnete die erste Arena in Brisbane/Australien. Diese ist die nach eigenen Angaben „älteste Lasertag-Arena der Welt, die ununterbrochen bis heute in Betrieb ist“ (Quelle: www.laserforce.com.au). In den Folgejahren gab es zahlreiche Neu-Entwicklungen, aber auch viele Firmenpleiten – vor allem in den USA, England und Australien. Anfang und Mitte der 1990-er Jahre erreichte Lasertag dann auch Länder und Kontinente wie Canada, Asien, Südamerika, die Niederlande und die frühere UdSSR.

1999 eröffnete die australische „Scapequest Pty Ltd.“ ihre erste Outdoor-Lasertag-Arena und begann mit der Vermarktung ihres neuen Systems: „BattleFieldSports“. Während Lasertag in den folgenden Jahren in den USA eine wirtschaftliche Achterbahnfahrt erlebte, wurde das Spiel vor allem in Ländern Osteuropas und in China, Thailand, Russland oder der Ukraine immer populärer.

In den letzten Jahren entstanden auch in Deutschland die ersten Lasertag-Arenen – mit unterschiedlichen technischen Systemen. Wir haben uns für die Tagger und das Zubehör von ECombat entschieden. Das ECombat-Equipment wurde bis Anfang des Jahres 2013 unter dem Label „BattleFieldSports“ vertrieben. Die Entwickler und Hersteller des Equipments, die in Australien ansässige „Grcic Corp. Pty Ltd.“, hat sich jedoch entschieden, eine neue Kooperation einzugehen – und zwar mit dem größten Anbieter von Lasertag-Equipment in England, der „European Media Marketing“-Gruppe mit Sitz in Bideford, Devon, UK.

Seit unserem Besuch im ECombat-Headquarter Anfang des Jahres 2013 ist „Lasertec Berlin“ Vertragshändler für ECombat-Equipment in Deutschland.

(Quellen: TRUTNEE Lasertag Portal, Wikipedia)
Abgrenzung zu Paintball und Airsoft

Der wichtigste Unterschied: Im Gegensatz zu Paintball oder Airsoft werden beim Lasertag-Spiel keine Projektile verschossen. Daher besteht beim Lasertag-Spiel keinerlei Gefahr, sich durch die Benutzung der Tagger schmerzhafte Verletzungen (Hämatome) wie beim Paintball oder Airsoft zuzuziehen. Auch starke Verschmutzungen wie beim Paintball sind beim Lasertag-Spiel nicht zu befürchten. Während bei Paintball oder Airsoft häufig auch die Qualität der individuellen Ausrüstung über Sieg oder Niederlage entscheidet, können beim Lasertag alle Spieler von Beginn an unter den gleichen Voraussetzungen spielen.
Rechtliche Einordnung

Grundsätzlich gilt, dass der Betrieb einer Lasertag-Anlage in Deutschland nicht verboten ist. Es gibt auch keine gesetzliche Altersbegrenzung.